Imagination – deine Vorstellungskraft nutzen
Möglichkeiten erkunden. Abläufe durchdenken. Einen echten Schritt vorbereiten.
Eine Idee darf zuerst im Kopf entstehen
Du überlegst, wie eine Leseecke aussehen könnte, gehst ein Gespräch gedanklich durch oder stellst dir einen Ausflug vor. Dabei beschäftigst du dich mit etwas, das noch nicht genauso stattfindet. Diese Fähigkeit, Möglichkeiten zu entwerfen, steht auf dieser Seite im Mittelpunkt.
Imagination bedeutet hier, mit Vorstellungen zu arbeiten. Du kannst damit Ideen sammeln und einen möglichen Ablauf erkunden. Entscheidend ist anschließend, was du tatsächlich ausprobieren möchtest. Ein vorgestelltes Ergebnis wird nicht allein dadurch Wirklichkeit, dass du es dir wünschst.
Gut zu wissen: Deine Vorstellung muss kein deutliches inneres Bild sein. Worte, eine Skizze, eine Liste oder eine Beschreibung können dir ebenfalls helfen, eine Möglichkeit zu erkunden.
Vom gewünschten Ergebnis zum möglichen Weg
Es kann angenehm sein, sich ein fertiges Ergebnis auszumalen. Für die Planung lohnt sich zusätzlich ein Blick auf den Weg: Was würdest du als Erstes tun? Was brauchst du dafür? Wo könnte es schwierig werden?
Du kannst mehrere Varianten durchdenken, ohne dich sofort festzulegen. Das gibt dir die Möglichkeit, Fragen zu entdecken, bevor du etwas ausprobierst. Ob ein Plan funktioniert, zeigt sich jedoch erst in deiner tatsächlichen Erfahrung.
- Ein Ergebnis beschreiben: Was möchtest du konkret gestalten, erleben oder ausprobieren?
- Einen Ablauf entwerfen: Welche Handlung könnte den Anfang bilden?
- Die Wirklichkeit einbeziehen: Welche Zeit, Mittel und Unterstützung stehen dir gerade zur Verfügung?

Eine Möglichkeit in fünf Schritten erkunden
1. Eine konkrete Situation wählen
Nimm ein überschaubares Anliegen, etwa ein Gespräch, einen kreativen Versuch oder eine kleine Veränderung zu Hause. Ein sehr großes Lebensziel kannst du zuerst in einen einzelnen Bereich übersetzen.
Deine Frage: Welche konkrete Situation möchte ich näher betrachten?
2. Die gewünschte Richtung beschreiben
Stelle dir vor oder notiere, wie eine passende Situation aussehen könnte. Was wäre anders? Welche Einzelheiten sind dir wichtig und welche sind nur eine Möglichkeit?
Deine Frage: Woran würde ich bemerken, dass sich etwas in meine gewünschte Richtung bewegt?
3. Den Anfang durchdenken
Gehe nicht nur zum fertigen Ergebnis. Überlege, welche Handlung du zuerst ausführen würdest und was du dafür vorbereiten möchtest.
Deine Frage: Was würde ich tatsächlich als Erstes tun?
4. Ein Hindernis und eine Alternative ergänzen
Wähle eine naheliegende Schwierigkeit. Überlege, wie du reagieren könntest: etwas kleiner machen, eine Frage klären oder Unterstützung suchen.
Deine Frage: Welche realistische Alternative möchte ich bereithalten?
5. Eine Handlung auswählen und testen
Beende die gedankliche Vorbereitung mit einer kleinen Entscheidung. Halte fest, was du wann ausprobieren möchtest. Danach kannst du vergleichen, was sich anders entwickelt hat als vorgestellt.
Deine Frage: Welche Erfahrung möchte ich als Nächstes in der Wirklichkeit sammeln?

Deine Übung: Wunsch, Weg und erster Versuch
Wähle eine kleine Veränderung und ergänze diese Sätze. Du kannst schreiben, zeichnen oder beides verbinden:
- Ich möchte ausprobieren, wie … sein könnte.
- Dabei wäre mir besonders wichtig, dass …
- Als Erstes müsste ich …
- Wenn … schwierig wird, könnte ich …
- Mein nächster tatsächlicher Versuch ist …
Ein Balkon mit mehr Platz für Pflanzen
Du wünschst dir einen grüneren Balkon. Zuerst beschreibst du, was dir daran wichtig ist: ein kleiner Platz zum Sitzen und einige Kräuter. Du skizzierst eine mögliche Anordnung, bevor du neue Dinge anschaffst.
Dann beziehst du die tatsächlichen Bedingungen ein: Wie viel Platz gibt es, wie ist das Licht und wie viel Zeit möchtest du für Pflege aufwenden? Dein erster Schritt ist vielleicht nur, den freien Platz auszumessen. Aus dieser Erfahrung kann der nächste Entwurf entstehen.
Deine Vorstellungen sichtbar festhalten
Ein Vision Board kann deine Bilder und Worte an einem Ort sammeln. Ergänze zu einem Wunsch eine kleine Handlung, damit die Verbindung zum Alltag sichtbar bleibt.
Wenn du eine ausführlichere Begleitung bei der Gestaltung möchtest, findest du das E-Book Vision Board Winner als PDF mit 130 Seiten für 19,95 €. Zum ersten Entwurf reichen Papier und Stift.
Häufige Fragen
Ich sehe keine deutlichen Bilder vor meinem inneren Auge. Geht die Übung trotzdem?
Du kannst mit Worten, einer Skizze oder einem beschriebenen Ablauf arbeiten. Für diese Planungsübung brauchst du kein bestimmtes inneres Bild.
Reicht es, mir ein Ziel regelmäßig vorzustellen?
Ein vorgestelltes Ergebnis ersetzt weder eine Entscheidung noch eine Handlung. Ergänze deine Idee um einen konkreten Versuch und prüfe, was in deiner tatsächlichen Situation möglich ist.
Muss ich mir alles möglichst positiv ausmalen?
Du darfst auch Hindernisse und Unsicherheiten berücksichtigen. Ein brauchbarer Entwurf lässt Raum für eine andere Entwicklung und einen angepassten Plan.
Wie lange sollte ich mich damit beschäftigen?
Wähle einen überschaubaren Rahmen. Die Vorbereitung soll dir beim nächsten Schritt helfen. Wenn du nur weiterplanst, kannst du bewusst eine kleine Handlung auswählen, um eine echte Erfahrung zu sammeln.
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